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Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71

03.04.2019
Fr√ľhjahrsm√ľde? Ohne mich!

Mit der erwachenden Natur macht sich bei manchen Menschen ein regelrechter Tatendrang bemerkbar.
Bei anderen geht umgekehrt aber auch die grosse Frühjahrsmüdigkeit um.
Wie kann man diesem Phänomen begegnen?

Christiane Schittny, Apothekerin

Der Begriff Müdigkeit lässt sich aus medizinischer Sicht nicht klar definieren, denn jeder Mensch hat ein anderes Müdigkeitsempfinden. Umschreiben lässt sich der Zustand vielleicht am besten mit den Begriffen Erschöpfung, Energiemangel, Antriebsschwäche, Lustlosigkeit oder Vitalitätsverlust. Müdigkeit zeichnet sich durch ein erhöhtes Schlafbedürfnis aus. Manchmal bringt der Schlaf nicht mehr die gewünschte Erholung und es kann passieren, dass die Erschöpfung über längere Zeit anhält. Müdigkeit kann sowohl den Körper als auch den Geist erfassen, wobei häufig beide Formen kombiniert auftreten.

Warum sind wir im Frühling müde?
Der Klimawechsel zwischen Winter und Frühling ist einer der Hauptgründe für Frühjahrsmüdigkeit. Unser Körper muss sich erst wieder an die wärmeren Temperaturen gewöhnen. Der schläfrige Gemütszustand kann darauf zurückgeführt werden, dass sich die Blutgefässe bei Wärme erweitern und der Blutdruck dadurch absackt. Mehrere aufeinanderfolgende Kalt-Warm-Perioden können immer wieder neue Müdigkeitsphasen hervorrufen.
Auch die Hormone spielen eine entscheidende Rolle: Am Ende des Winters ist einerseits die Konzentration des «Schlafhormons» Melatonin, welches den Schlaf-wach-Rhythmus reguliert, immer noch ziemlich hoch. Andererseits macht sich im Frühling erst allmählich die stärkere Wirkung des «Glückshormons» Serotonin, welches unter Lichteinfluss produziert wird, bemerkbar. Solange sich das optimale Verhältnis zwischen den beiden Hormonen noch nicht eingependelt hat, können wir Müdigkeit verspüren.

Der Müdigkeit ein Schnippchen schlagen
Gleich am Morgen nach dem Aufstehen bewähren sich Wechselduschen. Die mehrfache Abfolge von warm und kalt regt die Blutzirkulation im Körper an und verengt die Blutgefässe, sodass sich der zu niedrige Blutdruck ein wenig normalisiert. Auch möglichst viel Licht zeigt Wirkung gegen Müdigkeit. Hilfreich ist es, sich viel im Freien aufzuhalten und die ersten intensiveren Sonnenstrahlen des Frühlings zu geniessen (aber Achtung, Sonnencreme nicht vergessen!). Und nicht zuletzt: Wer die ersten Frühlingstage ruhiger angehen lässt und sich vor zu viel Stress schützt, kann nachts besser und länger schlafen, sodass er am Morgen frischer aufwacht.

Nahrungsergänzungsmittel
Manchmal kann Frühjahrsmüdigkeit auch auf einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel zurückzuführen sein. Um einen Mangel festzustellen, kann ein Bluttest Klarheit bringen und entsprechend können dann die fehlenden Mikronährstoffe durch Vitamin- und Mineralstoffpräparate ergänzt werden. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Vitamine D, E und B12, die Mineralstoffe Eisen, Magnesium, Zink und Selen sowie auch auf Omega-3-Fettsäuren gelegt werden. Im Zweifelsfall hilft ein entsprechendes Präparat aus der Apotheke.

Powernahrung für einen flotten Frühlingsbeginn
Während des Winters ernähren sich viele Menschen zu fettreich und einseitig. Jetzt ist es an der Zeit, die Ernährungsgewohnheiten auf die wärmere Jahreszeit umzustellen, um dem Körper wieder zu mehr Schwung zu verhelfen. Das A und O ist eine vitamin- und ballaststoffreiche, leichte Kost. Viel frisches Obst und Gemüse enthält wenig Kalorien und reichlich Vitamine. Eine kreative Mischung aus bunt gemischten Sorten und Farben, verteilt auf fünf Portionen täglich, ist empfehlenswert. Zu den Vitaminbomben, die im Frühling Hochkonjunktur haben, zählen frische Salate, Sprossen, Spinat, Radieschen, Spargeln, Kohlrabi, Rhabarber und Erdbeeren. Auch Vollkornprodukte enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, zudem sind sie reich an Ballaststoffen, die eine gesunde Verdauung fördern. Die Auswahl ist enorm: Hafer, Weizen, Roggen, Hirse, Reis, Mais, Quinoa, Leinsamen… Da ist garantiert für Abwechslung gesorgt!

Sich bewegen macht munter
Viel Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung. Um davon zu profitieren, muss man sich nicht gleich zu den Spitzensportlern gesellen: Schon etwa eine halbe Stunde leichtes Training pro Tag ‚Äď oder mindestens drei- bis viermal w√∂chentlich ‚Äď wirkt sich ausgleichend auf K√∂rper und Seele aus und bringt m√ľde Geister wieder auf Trab. Folgende Sportarten bew√§hren sich besonders gegen die Fr√ľhjahrsm√ľdigkeit:

  • Joggen, Wandern oder mit St√∂cken Walken: Alle diese Sportarten finden draussen an der frischen Luft und bei hellem Tageslicht statt. Neben der Bewegung, die dem K√∂rper grunds√§tzlich guttut, helfen auch die zus√§tzliche Dosis Sauerstoff und das nat√ľrliche Licht, sich schneller an die neue Jahreszeit zu gew√∂hnen.
  • Spazierengehen: Auch wer sich eher zu den Sportmuffeln z√§hlt, kann auf diese bequeme Art gegen die M√ľdigkeit angehen. Dazu braucht es weder ein Fitnessstudio noch eine kostspielige Ausr√ľstung.
  • Velofahren: Es trainiert den ganzen K√∂rper auf intensive, aber doch schonende Weise. Diese Sportart kann den individuellen F√§higkeiten sehr gut angepasst und in den Tagesablauf integriert werden, z. B. indem man das Velo f√ľr den Arbeitsweg benutzt oder f√ľr Eink√§ufe einsetzt.
  • Schwimmen: Im Wasser kann man sehr gelenkschonend und ausdauernd trainieren. Schwimmen verbraucht relativ viele Kalorien und hilft beim Abnehmen

Lesen Sie den ganzen Artikel unter www.astrea-apotheke.ch

Quelle: astreaApotheke, Ausgabe April 2019



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