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Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71

04.09.2019
┬źDie Bev├Âlkerung steht hinter den Apotheken┬╗

Die Apothekenteams wehren sich gegen unsinnige Sparmassnahmen des Bundesrats. Mit einer Petition haben sie innert Kürze über 340 000 Unterschriften gesammelt. Gefordert wird, auch morgen die medizinische Grundversorgung durch Apotheken sicherzustellen.
Rahel Rohrer, Schweizerischer Apothekerverband pharmaSuisse

Die Krankenkassenprämien steigen und steigen. Laut einer kürzlich erschienenen Erhebung des Bundesamts für Statistik zahlen bald fast vierzig Prozent der Bevölkerung mehr für Krankenkasse als Steuern. Immer mehr Menschen, die auch immer älter werden, technischer Fortschritt, neue Medikamente – die Tendenz zeigt überall straff nach oben. Bei der Anzahl Apotheken ist dies jedoch trotz des Bevölkerungswachstums nicht der Fall, sie bleibt mit rund 1800 Apotheken in der Schweiz seit Jahren stabil. Mit durchschnittlich 21 Apotheken pro 100000 Einwohnern liegt die Schweiz deutlich unter dem europäischen Wert von 31. In Deutschland gibt es 24 Apotheken pro 100000 Einwohner, in Frankreich 32, in Spanien 47 und in Griechenland sogar 87.

Sparen am falschen Ort
Zurück in hiesige Gewässer: Verständlich und sinnvoll, dass die Politik nach Lösungen sucht, damit die Gesundheitskosten nicht noch stärker überborden. Der Bundesrat ist daran, verschiedene Sparmassnahmen zu prüfen. Dabei will er unter anderem die Existenzgrundlage der Apotheker beschneiden: Die sogenannte Marge, also die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis, soll so schmal werden, dass die Apothekenteams davon nicht mehr leben können.

Auch die Idee, dass die Krankenkasse immer nur das günstigste und nicht das passendste Medikament übernehmen müsste (sogenanntes Referenzpreissystem), sorgt für rote Köpfe. Denn die Apotheker wollen einen guten Job machen und ihren Kunden auch in Zukunft eine kompetente und günstige erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen bieten. Kommt dazu, dass mit einem Referenzpreissystem mehr Medikamente aus den Regalen verschwinden und Patienten bei ständigen Medikamentenwechseln ihre Medikamente weniger treu einnehmen.

Bevölkerung will Apotheke
Der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse hat im vergangenen Frühling gemeinsam mit allen Apotheken in der Schweiz eine Petition lanciert, um ein politisches Zeichen zu setzen. Die Apothekenkunden haben ebenfalls ein klares Signal gesendet: 341 688 Unterschriften sind innerhalb von zwei Monaten zusammengekommen. Im Juni wurde die Petition bei der Bundeskanzlei eingereicht. Hoffen wir, dass die Botschaft in Bern deutlich gehört wird, damit die wohnortnahe und persönliche medizinische Grundversorgung auch in Zukunft in der Apotheke verankertbleibt. Schliesslich profitieren wir alle gleich doppelt, wenn die Apotheken weiter existieren: Bei der Gesundheit und im Portemonnaie.

Strassenumfrage
Eine Spontanumfrage in den Lauben von Bern zeigt: Die Bevölkerung schätzt die persönliche Beratung in der Apotheke. Die Apotheken dürfen nicht verschwinden, so der einhellige Tenor.
Bemerkenswert: Das Internet bietet keine Alternative – weder bei Jung noch bei Alt.

Franziska Stöckli Steger (47), Seftigen
«Ich gehe oft in die Apotheke, die persönliche Beratung ist für mich das A und O. Durch meinen Beruf als Logopädin habe ich natürlich eine Beziehung zu Apotheken, sie helfen zum Beispiel bei Schluckbeschwerden. Zudem bin ich generell Fan von Läden, obwohl ich auch das Internet schätze, aber eine Maschine kann einen Menschen nicht ersetzen. Ich fühle mich sicherer, wenn ich Medikamente in der Apotheke hole. Die Apotheken dürfen nicht verschwinden, ich möchte nicht darauf verzichten. Wenn ich mit Amerika vergleiche, bin ich dankbar, dass das Gesundheitswesen hier so gut funktioniert.»

Mark Hayoz (28), Bern
«In Bern gibt es viele Apotheken – wie es auf dem Land aussieht, kann ich nicht beurteilen. Selbst muss ich selten in die Apotheke, etwa wenn ich etwas gegen Heuschnupfen brauche. Kleider online zu bestellen, ist das eine, mit Medikamenten würde ich das nicht machen. Ich gehe davon aus, dass die Krankenkassenprämien tendenziell noch weiter steigen werden, damit muss man wohl leben, Stichwort Überalterung. Die Kosten müssen wir alle gemeinsam solidarisch tragen, es kommt ja allen zugut. Für viele ist die Prämienlast aber bedrückend. Persönlich bin ich mit meiner Krankenkasse zufrieden.»

Lesen Sie den ganzen Artikel unter www.astrea-apotheke.ch

Quelle: astreaApotheke, Ausgabe September 2019



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