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Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71

01.11.2019
Dr. Danielle Stegmann: ┬źJetzt ist der richtige Zeitpunkt f├╝r die Grippeimpfung┬╗

Rund 800 Apotheken bieten in der Schweiz die Grippeimpfung an. Eine vorgängige Terminvereinbarung ist nicht nötig. Dr. Danielle Stegmann, Verantwortliche für die Dienstleistung Impfen bei pharmaSuisse, gibt Auskunft über die beliebte Präventionsdienstleistung.
Rahel Rohrer, Schweizerischer Apothekerverband pharmaSuisse

Vor vier Jahren hat die eidgenössische Politik grünes Licht gegeben: Apothekerinnen und Apotheker dürfen neu impfen. Da das Gesundheitswesen kantonal geregelt ist, muss jeder Kanton seine Gesetze diesbezüglich anpassen. Heute ist das Impfen durch Apotheker in 21 Kantonen möglich. Einzig die Kantone Aargau, Appenzell-Innerhoden und -Ausserhoden und Glarus haben die Gesetze noch nicht angepasst. Im Tessin ist das Impfen in der Apotheke erlaubt, aber nur, wenn ein Arztrezept vorliegt.

Frau Dr. Stegmann, wie lernen die Apothekerinnen und Apotheker das Impfen?
Dr. Danielle Stegmann: Bereits im fünfjährigen Pharmaziestudium erlernen die Apotheker heute neu die Kompetenzen zum Impfen. Apotheker, die schon länger im Beruf sind, können sich mit einer kurzen, fünftägigen Zusatzausbildung das Rüstzeug holen. Die Ausbildung beinhaltet zum Beispiel alle theoretischen Hintergründe zum Impfen und zu den in der Schweiz empfohlenen Impfungen, die richtige Impftechnik sowie auch Sofortmassnahmen, falls ein Kunde während der Impfung eine Kreislaufstörung erleidet. Das kommt aber zum Glück äusserst selten vor.

Wie sind Ihre Erfahrungen generell?
Die Nachfrage der Kunden ist höchst erfreulich, das Angebot wird sehr geschätzt: In der letztjährigen Grippeimpfsaison haben sich in der Schweiz mehr als 25 000 Personen in der Apotheke gegen Grippe impfen lassen – das
sind 5000 mehr als im Vorjahr. Wir erreichen in der Apotheke vor allem auch diejenigen, die nicht extra wegen einer Grippeimpfung ihren Hausarzt aufsuchen oder gar keinen haben. Und wir erreichen auch Personen im Umfeld von Risikopersonen, für die eine Grippeansteckung besonders schwerwiegend wäre und vermieden werden soll.

Und von offizieller Seite her?
Auch hier sind die Resultate positiv. Das Impfangebot in den Apotheken stützt die Strategie des Bundesamts für Gesundheit zur Erhöhung der Durchimpfungsrate. Das Amt hat Analysen durchführen lassen und alle drei Studien bestätigen, dass Apotheker neben Ärzten von der Bevölkerung als glaubwürdige Quellen zum Thema Impfen angesehen werden und unter den Gesundheitsfachpersonen den höchsten Wissensstand zu Impfthemen haben.

Wer soll sich impfen lassen?
In der Apotheke können sich gesunde Erwachsene in der Regel ab 16 Jahren impfen lassen. Die Impfung ist vor allem wichtig für alle, die nicht nur sich, sondern auch ihr Umfeld schützen wollen, wie zum Beispiel Personen, die regelmässig mit älteren oder kranken Menschen oder Säuglingen engen Kontakt haben, die sich teilweise nicht impfen lassen können. Man kann auch einen Test ausfüllen unter www.impfengegen grippe.ch um herauszufinden, ob die Impfung für einen sinnvoll ist.

Und wie findet man eine Impfapotheke?
Am besten fragt man einfach in der Apotheke nach oder informiert sich vorher im Internet unter www.impfapo theke.ch. Dort sieht man, in welchem Kanton welche Apotheke welche Impfung anbietet. Eine Voranmeldung ist nicht nötig, ist aber je nach Apotheke möglich. Die beste Zeit für die Grippeimpfung ist von Mitte Oktober bis Mitte November.

Wie teuer ist die Grippeimpfung?
Als Verbandsvertreterin darf ich keine Preisempfehlung abgeben. Es ist meiner Meinung nach eine Investition, die sich lohnt: Man schützt sich und drosselt die Wahrscheinlichkeit stark, andere anzustecken und mit einer Grippe im Bett zu liegen. Das Angebot in den Apotheken richtet sich vor allem an Kunden, die eine hohe Krankenkassenfranchise haben und die Grippeimpfung sowieso selbst bezahlen müssen. Ich empfehle, sich bei seiner Krankenkasse zu erkundigen, ob sie sich an den Kosten beteiligt. Krankenkassen wie CSS und Visana haben eine Kooperation mit dem Schweizerischen Apothekerverband und übernehmen einen fixen Pauschalbetrag der Grippeimpfung (Zusatzversicherung).

Nationaler Grippeimpftag: Freitag, 8. November 2019
Der nationale Grippeimpftag findet unter der Initiative des KHM (Kollegiums für Hausarztmedizin) mit dem BAG (Bundesamt für Gesundheit) und der FMH (Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte) nun bereits zum zweiten Mal auch in Zusammenarbeit mit teilnehmenden Apotheken statt. Impfapotheken signalisieren ihre Teilnahme in der Regel durch den Aushang der spezifischen Plakate zum nationalen Grippeimpftag.

Lesen Sie den ganzen Artikel unter www.astrea-apotheke.ch

Quelle: astreaApotheke, Ausgabe November 2019



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