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Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71

07.04.2020
Rezeptpflichtige Medikamente direkt aus der Apotheke

Medikamente, die bei Heuschnupfen Linderung schaffen, sind zum Teil neu rezeptpflichtig. Ein Arztbesuch ist jedoch nicht zwingend nötig: Apotheker können bestimmte rezeptpflichtige Medikamente direkt abgeben.
Rahel Rohrer, Schweizerischer Apothekerverband pharmaSuisse

Frau Goldemann, weshalb sind einige Medikamente, die man vorher ohne Rezept in der Apotheke erhalten hat, neu rezeptpflichtig?
Lolita Goldemann*: Die Revision des Heilmittelgesetzes hat die Kompetenzen von Apothekern und Drogisten erhöht. Einerseits wird die Selbstmedikation der Patienten gestärkt, das heisst diese Medikamente sind einfacher zugänglich. Andererseits wurden einige Medikamente aus Gründen der Arzneimittelsicherheit schärfer kategorisiert und neu als rezeptpflichtig eingestuft. Im Zentrum steht immer die Patientensicherheit.

*Apothekerin Lolita Goldemann ist beim Schweizerischen Apothekerverband pharmaSuisse verantwortlich für die Dienstleistung netCare, pharmazeutische Behandlung.

Müssen Heuschnupfenpatienten nun auf rezeptfreie Medikamente ausweichen?
Nein, im Gegenteil. Wenn ein Medikament weiterhin oder aber neu rezeptpflichtig ist, kläre ich als Apothekerin direkt im Gespräch mit der Kundin, ob die Abgabe des Medikaments sinnvoll ist. Denn als Apothekerin kann ich nun persönlich ohne Vorliegen eines Arztrezepts bestimmte rezeptpflichtige Medikamente abgeben. Zum Beispiel kann ich neu eine Monatspackung von bestimmten Heuschnupfen-Medikamenten abgeben. Neben der kostenpflichtigen Abklärung und Beratung muss ich den Abgabeentscheid dokumentieren und darf die Verantwortung übernehmen.

Welche Vorteile haben Kunden?
Sie erhalten das passende Medikament inklusiv Beratung direkt in der nächsten Apotheke – schnell, ohne Voranmeldung und auch an Randzeiten. Das wird sehr geschätzt. Die Kunden sind sogar bereit, die Kosten selbst zu tragen, denn rezeptpflichtig heisst nicht automatisch kassenpflichtig: Direkt in der Apotheke abgegebene rezeptpflichtige Medikamente übernimmt die Krankenkasse nicht. Viele Kunden wählen aber eine hohe Franchise und fahren so zeitlich und finanziell günstiger, als wenn sie zum Arzt gehen müssten.

Haben Sie sonst noch einen Tipp für Kunden?
Ich denke an die Dienstleistung netCare, die viele Apotheken anbieten. Damit kann zum Beispiel im Behandlungszimmer der Apotheke festgestellt werden, ob jemand an Heuschnupfen erkrankt ist. Nach der kostenpflichtigen vertieften Abklärung erhält der Kunde das passende Medikament – sei es rezeptpflichtig oder rezeptfrei. Informationen zu netCare unter www.netCare-Apotheke.ch

Lesen Sie den ganzen Artikel unter www.astrea-apotheke.ch

Quelle: astreaApotheke, Ausgabe April 2020



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